Was hinter dem Namen steckt
„Gesund macht schlank“ klingt zunächst wie eine allgemeine Aussage über Ernährung. In den deutschen Suchergebnissen führt die Formulierung jedoch vor allem zu einem kommerziellen Angebot der gesundmachtschlank GmbH in Berlin. Daneben erscheinen Rezepte, Erfahrungsberichte und Fragen zu Verträgen. Wer nach dem Begriff sucht, meint deshalb nicht immer dasselbe.
Die öffentliche Startseite des Anbieters verbindet Gesundheitsratgeber und Rezepte mit dem Versprechen, nachhaltig abzunehmen, ohne zu hungern und ohne Sport. Ein Login führt zu einem getrennten Mitgliederbereich. Über weitere Schaltflächen gelangt man zu einem Aktionsangebot für ein gedrucktes Buch.
Das Unternehmen beschreibt sich auf seiner Über-uns-Seite als 2015 gegründetes Angebot rund um Ernährungsumstellung. Genannt werden eine fachliche Leitung, Ernährungsberaterinnen und weitere Teamrollen. Diese Angaben stammen vom Unternehmen selbst. Eine Berufsbezeichnung wie „Ernährungsberater“ ist allein noch kein Nachweis für ein bestimmtes Studium, eine staatliche Zulassung oder ein von Krankenkassen anerkanntes Zertifikat.
Für die Beurteilung sind drei Ebenen hilfreich: Welche Leistung wird angeboten, wie gut sind die fachlichen Aussagen belegt, und welcher Vertrag entsteht beim Kauf? Ein schmackhaftes Rezept kann nützlich sein, auch wenn ein Werbeversprechen zu weit geht. Umgekehrt sagt eine seriös wirkende Website noch nichts über den konkreten Bestellschritt.

Welche Aussagen die öffentlichen Seiten machen
Auf der Startseite stehen gesunde Lebensmittel, Rezepte und „Spaß am Abnehmen“ im Vordergrund. Der Anbieter wirbt ausdrücklich mit Abnehmen ohne schweißtreibende Workouts und ohne Hungern. Auf der Buchseite wird außerdem behauptet, bestimmte Gerichte könnten den Stoffwechsel so anregen, dass Fett automatisch verbrannt werde.
Solche Sätze beschreiben kein messbares Studienergebnis. Damit eine Aussage überprüfbar wird, müsste sie das untersuchte Programm, die Vergleichsgruppe, den Zeitraum, die Zahl der Teilnehmenden und den tatsächlichen Gewichtsverlauf nennen. Ein Foto, eine einzelne Erfolgsgeschichte oder die Zahl der Newsletter-Leser erfüllt diese Aufgabe nicht.
Auch „gesund“ und „nachhaltig“ brauchen einen Inhalt. Ein Programm kann diese Begriffe mit einer vielfältigen Lebensmittelauswahl, realistischen Zielen, Betreuung bei Rückfällen und einer Phase zur Gewichtsstabilisierung füllen. Bleibt es bei positiven Adjektiven, lässt sich die Qualität vor einer Zahlung kaum einschätzen.
Die öffentlichen Seiten enthalten viele frei zugängliche Rezepte. Daraus lässt sich erkennen, welche Gerichte vorgeschlagen werden. Nicht sichtbar wird dadurch, wie eine kostenpflichtige Betreuung aufgebaut ist, wie individuell sie arbeitet oder wie häufig Fachpersonal tatsächlich Rückmeldung gibt.
Gesund macht schlank Erfahrungen richtig lesen
Erfahrungsberichte beantworten Fragen, die eine Produktseite offenlässt: War der Mitgliederbereich verständlich, kam eine Rückmeldung, passten Rezepte in den Alltag? Für diese praktischen Punkte können mehrere ausführliche Berichte aufschlussreich sein. Angaben zum Gewichtsverlust bleiben schwer vergleichbar.
Ausgangsgewicht, Medikamente, Bewegung, Essmenge und Beobachtungsdauer unterscheiden sich. Wer fünf Kilogramm weniger wiegt, kann gleichzeitig Wasser, Fett und Muskelmasse verloren haben. Ohne Vergleichsgruppe lässt sich der Anteil eines Programms nicht bestimmen. Das gilt für positive wie negative Bewertungen.
Beschwerdeportale und Bewertungsseiten enthalten Berichte über unerwartete Zahlungen und Abonnements. Das sind Behauptungen einzelner Kundinnen und Kunden, keine behördliche Feststellung über jeden Bestellvorgang. Der Anbieter hat auf einigen Plattformen widersprochen und auf Angebotsdetails verwiesen. Für den eigenen Vertrag zählt, was unmittelbar vor dem letzten Klick angezeigt und anschließend bestätigt wurde.
Aktuelle Berichte sind aussagekräftiger als mehrere Jahre alte Beiträge, weil Preise, Zahlungsdienstleister und Bestellseiten wechseln können. Datum, gebuchte Variante und dokumentierte Vertragsbedingungen gehören zusammen. Ein Sterne-Mittelwert allein lässt diese Unterschiede verschwinden.
Gibt es einen unabhängigen Wirksamkeitsnachweis?
Auf den am 7. September 2026 geprüften öffentlichen Angebots- und Unternehmensseiten war keine wissenschaftliche Auswertung des konkreten Programms verlinkt. Das beweist nicht, dass keine interne Auswertung existiert. Für Leser war dort jedoch nicht nachvollziehbar, wie viele Teilnehmende über welchen Zeitraum untersucht wurden und wie viele die Teilnahme abbrachen.
Programmspezifische Daten wären besonders wichtig, weil nicht jede allgemeine Studie zur Ernährungsumstellung übertragbar ist. Umfang der Betreuung, Zielgruppe, Dauer und Verhaltenselemente beeinflussen das Ergebnis. Ein Rezeptportal ist etwas anderes als ein begleitetes Jahresprogramm.
Gesundheitsinformation.de nennt mehrere Programme, für die wissenschaftliche Untersuchungen vorliegen. Die Effekte sind meist moderat und hängen auch davon ab, ob die gewählten Änderungen im Alltag bleiben. Das Institut empfiehlt keine pauschale Siegerliste.
Eine faire Bewertung kann daher zwei Dinge zugleich festhalten: Die Grundidee einer langfristigen Ernährungsumstellung ist fachlich plausibel. Die Wirksamkeit des hier genannten Gesamtangebots lässt sich aus den öffentlich gezeigten Rezepten und Erfolgsstimmen nicht berechnen.

Was ein gutes Abnehmprogramm enthalten sollte
Ein brauchbares Programm beginnt mit der Zielgruppe. Leichtes Übergewicht ohne Begleiterkrankung erfordert eine andere Unterstützung als Adipositas mit Diabetes, Essanfällen oder eingeschränkter Beweglichkeit. Auch Schwangerschaft, Stillzeit und Jugendalter brauchen eigene Maßstäbe.
Die Verbraucherzentrale hat ihre Checkliste für Abnehmprogramme im August 2026 aktualisiert. Sie achtet unter anderem auf qualifizierte Betreuung, eine verständliche Leistungsbeschreibung, realistische Versprechen, gesundheitliche Eingangskontrollen und die Gesamtkosten über die volle Laufzeit.
Ernährung ist nur ein Teil. Gute Programme bearbeiten Gewohnheiten, schwierige Situationen, Bewegung und die Zeit nach der Abnahme. Ein Plan sollte auch erklären, was bei Stillstand passiert und wie Rückfälle behandelt werden. Beschämung und ständig strengere Regeln helfen dabei wenig.
Die Qualifikation der Betreuung lässt sich konkret erfragen: Grundberuf, Studienabschluss, Zusatzqualifikation, Zertifizierungsstelle und Erfahrung mit der jeweiligen Zielgruppe. Die DGE weist darauf hin, dass die Tätigkeit Ernährungsberatung nicht als solche gesetzlich geschützt ist und qualitätsgesicherte Zertifikate auf festgelegten fachlichen Voraussetzungen beruhen.
Rezepte helfen nur im passenden Gesamtkonzept
„Mach dich schlank Rezepte“ und „Schlankbooster Rezepte“ tauchen als verwandte Suchformulierungen auf. Ein einzelnes Lebensmittel löst jedoch keinen gezielten Fettabbau aus. Entscheidend bleibt die Energiezufuhr über Tage und Wochen, verbunden mit einer ausreichenden Versorgung mit Eiweiß, Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen.
Ein Rezept kann die Sache leichter machen. Es liefert eine bekannte Portionsgröße, reduziert spontane Entscheidungen und bringt Gemüse oder Hülsenfrüchte auf den Teller. Ob es beim Abnehmen hilft, hängt von Portion, Getränken, Beilagen und dem übrigen Tag ab. Auch Nüsse, Käse, Öl und Avocado sind nährstoffreich und zugleich energiereich.
Die aktuellen DGE-Empfehlungen setzen auf Wasser, viel Obst und Gemüse, regelmäßige Hülsenfrüchte und Nüsse, Vollkorn sowie überwiegend pflanzliche Öle. Süßes oder Fettiges wird nicht moralisch verboten, soll aber weniger Raum einnehmen. Diese Auswahl ist keine spezielle Markenmethode.
Wer Rezepte prüft, kann drei Fragen stellen: Ist die Menge für eine Hauptmahlzeit gedacht, welche Sättigungskomponenten enthält sie, und wie passt sie zum eigenen Bedarf? Eine Bezeichnung wie „Fettverbrenner“ ersetzt die Nährwerte nicht.
„Ohne Sport“ ist kein Qualitätsmerkmal
Gewicht kann auch ohne geplantes Training sinken, wenn über längere Zeit weniger Energie aufgenommen als verbraucht wird. Die Werbeaussage „ohne Sport“ ist in diesem engen Sinn möglich. Daraus folgt kein gesundheitlicher Vorteil des Verzichts auf Bewegung.
Körperliche Aktivität unterstützt Herz, Kreislauf, Knochen, Stimmung und den Erhalt von Muskelmasse. Die DGE nennt 30 bis 60 Minuten moderate Aktivität pro Tag als gesundheitsfördernde Orientierung. Dazu zählen zügiges Gehen, Radfahren und ein aktiver Alltag; niemand muss mit einem harten Fitnessplan beginnen.
Studien zu Gewichtsprogrammen betrachten Bewegung häufig zusammen mit Ernährung und Verhaltensänderung. Das erschwert einfache Werbevergleiche. Wer wenig belastbar ist, braucht eine passende Variante und manchmal medizinische oder physiotherapeutische Begleitung.
Für die praktische Entscheidung zählt, ob ein Angebot Bewegung nur nicht voraussetzt oder ob es sie als unwichtig darstellt. Ein flexibles Programm sollte sitzende Menschen abholen können und dennoch Wege zu mehr Aktivität anbieten. Der GutVital-Beitrag Abnehmen mit Sport zeigt, wie Ernährung und Training ohne Gegenrechnung zusammenpassen.
Gesund, schlank und die Energiebilanz
Gesund zu essen garantiert keine Gewichtsabnahme. Eine große Portion energiereicher Lebensmittel kann ausgewogen zusammengesetzt sein und trotzdem mehr Energie liefern, als der Körper benötigt. Ebenso kann eine sehr kalorienarme Kost Gewicht senken und zugleich Nährstoffe, Genuss und Alltagstauglichkeit vernachlässigen.
Der Satz „gesund macht schlank“ verkürzt diesen Unterschied. Gesundheitsfördernde Lebensmittel können eine niedrigere Energiedichte, mehr Ballaststoffe und eine bessere Sättigung ermöglichen. Der tatsächliche Verlauf entsteht aus Mengen, Häufigkeit, Getränken, Bewegung, Schlaf, Medikamenten und biologischen Unterschieden.
Die DGE rät von kurz angelegten Diäten als Dauerlösung ab und empfiehlt eine Kombination aus Ernährungsumstellung, Verhaltensänderung und mehr Aktivität. Gesund.bund.de beschreibt bei Adipositas eine mögliche Zielspanne von fünf bis zehn Prozent des Ausgangsgewichts über sechs bis zwölf Monate, abhängig von der Ausgangslage. Schon kleinere Veränderungen können gesundheitlich nützen.
Der Gewichtsverlauf sollte nicht mit jeder einzelnen Messung neu bewertet werden. Wasser, Darminhalt und Zyklus verschieben die Waage. Ein vergleichbares Gewichtsprotokoll macht Wochenwerte lesbarer, ohne Essen und Körper ständig zu kontrollieren.
Wer vor einer Teilnahme medizinischen Rat braucht
Ein allgemeines Online-Programm ist keine Behandlung für jede Form von Übergewicht. Starke oder rasche Gewichtszunahme, ausgeprägte Adipositas, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Medikamente mit Einfluss auf Gewicht oder Blutzucker verändern die Anforderungen. Auch wiederkehrende Essanfälle, Erbrechen oder starke Angst vor Lebensmitteln passen nicht in einen gewöhnlichen Rezeptkurs.
Bei Jugendlichen steht Wachstum im Vordergrund. In Schwangerschaft und Stillzeit ist ein übliches Kaloriendefizit ebenfalls kein Standardziel. Menschen mit Nieren-, Leber- oder Darmerkrankungen können spezielle Ernährungsvorgaben benötigen, die ein allgemeiner Plan nicht abbildet.
Ein seriöser Anbieter fragt nach solchen Grenzen, bevor er ein starres Ziel vorgibt. Gesund.bund.de erklärt zur Ernährungstherapie, dass Gesundheitszustand, Gewohnheiten, Vorlieben und Lebensumstände in eine individuelle Planung gehören. Krankenkassen bezuschussen unter bestimmten Voraussetzungen qualifizierte Beratungs- oder Präventionsangebote.
Warnzeichen sollten nicht als mangelnde Disziplin behandelt werden. Ohnmacht, anhaltender Schwindel, Herzrasen, Unterzuckerungen oder ein sehr schneller unbeabsichtigter Gewichtsverlust gehören medizinisch abgeklärt.

Gratis-Buch, Versandkosten und Bestellschritte
Die öffentlich erreichbare Aktionsseite bewirbt das Buch „Die Wunderküche“ als Geschenk. Auf der am 7. September 2026 geprüften ersten Bestellstufe wurden 4,99 Euro für Herstellung und Versand genannt. Die Seite fordert zunächst Name, E-Mail und Lieferadresse an; die Zahlung soll laut FAQ über ablefy abgewickelt werden.
„Gratis“ bezieht sich damit auf den angegebenen Buchpreis, nicht auf einen vollständig kostenfreien Vorgang. Vor einer Bestellung sollte sichtbar sein, ob später weitere Produkte, eine Testphase oder ein Mitgliederzugang angeboten werden. Wir haben keine persönlichen Daten eingegeben und den Bestellprozess nicht bis zur letzten Seite durchlaufen. Über dort möglicherweise gezeigte Zusatzangebote oder Vertragsbedingungen lässt sich deshalb keine aktuelle Aussage treffen.
Der entscheidende Moment ist die Zusammenfassung unmittelbar vor dem zahlungspflichtigen Klick. Produkt, Gesamtpreis, Versand, Laufzeit, Verlängerung und Kündigungsbedingungen müssen dort zusammen gelesen werden. Screenshots sind nützlich, weil sich Aktionsseiten verändern.
Zeitdruck auf einer Verkaufsseite ist kein Sachgrund für eine schnelle Entscheidung. Ein angekündigtes Ende der Aktion oder eine begrenzte Auflage ändert weder den persönlichen Bedarf noch die Vertragskosten.
Gesund macht schlank Abofalle: Was sich prüfen lässt
Die verwandte Google-Suche „Gesund macht schlank Abofalle“ zeigt, dass Nutzer nach Vertragsrisiken suchen. Der Begriff „Abofalle“ ist allerdings eine rechtliche und tatsächliche Bewertung. Aus einer Suchphrase oder einzelnen Rezensionen folgt nicht, dass jeder aktuelle Kauf ein ungewolltes Abonnement erzeugt.
Prüfbar ist der eigene Bestellweg. Die Verbraucherzentrale zur Button-Lösung nennt die Angaben, die direkt vor einer kostenpflichtigen Bestellung hervorgehoben erscheinen müssen: wesentliche Leistung, Gesamtpreis, zusätzliche Kosten sowie gegebenenfalls Laufzeit, Kündigung und Mindestdauer. Der abschließende Button muss die Zahlungspflicht eindeutig ausdrücken.
Zusatzleistungen dürfen nicht durch ein bereits gesetztes Häkchen untergeschoben werden. Eine Bestellbestätigung sollte aufbewahrt und mit der Abbuchung verglichen werden. Dabei sind Anbieter, Zahlungsdienstleister, Produktname, Betrag und Buchungsrhythmus zu unterscheiden.
Die Suche „Gesund macht schlank Verbraucherzentrale“ führte bei unserer Prüfung nicht zu einer veröffentlichten Einzelfallentscheidung der Verbraucherzentrale über diesen Anbieter. Die allgemeinen Verbraucherregeln bleiben dennoch passend. Wer einen konkreten Streit hat, benötigt die eigenen Unterlagen und gegebenenfalls individuelle Beratung.
Vertrag, Widerruf und Kündigung dokumentieren
Bei Online-Käufen besteht häufig ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Beginn und Umfang hängen davon ab, ob Ware, digitale Inhalte oder Dienstleistungen bestellt wurden und welche Belehrung erfolgte. Bei digitalen Inhalten kann ein vorzeitiger Beginn Auswirkungen haben, wenn ausdrücklich zugestimmt wurde. Pauschale Fristen aus Kommentaren sind deshalb unsicher.
Für online abschließbare Dauerschuldverhältnisse gelten Vorgaben zum Kündigungsbutton. Die Verbraucherzentrale erläutert den aktuellen Stand und beschreibt, welche Angaben eine Bestätigungsseite abfragen darf. Ob diese Regeln auf einen konkreten Vertrag anwendbar sind, richtet sich nach dessen Art und Abschlussdatum.
Eine Kündigung sollte nachweisbar gesendet werden. Dazu gehören Vertragsnummer, verwendete E-Mail-Adresse, klare Erklärung und gewünschter Zeitpunkt. Die Bestätigung wird getrennt gespeichert. Nur die Zahlung im Bankkonto zu blockieren beendet einen möglicherweise bestehenden Vertrag nicht automatisch.
Bei einer unbekannten Abbuchung ist zuerst zu klären, unter welchem Namen sie erscheint. Bestellmails, Spamordner und das Konto beim Zahlungsdienstleister können Hinweise liefern. Verbraucherzentralen beraten zu strittigen Verträgen; bei unautorisierten Zahlungen gelten zusätzlich die Fristen und Verfahren des Zahlungsanbieters oder der Bank.
Kosten und Leistung vorab vergleichen
Ein Preisvergleich braucht dieselbe Leistung. Ein Rezeptbuch, eine App ohne persönliche Rückmeldung, ein Gruppenkurs und eine individuelle Ernährungstherapie sind nicht austauschbar. Die Monatsrate allein sagt wenig, wenn Mindestlaufzeiten oder kostenpflichtige Zusatzmodule hinzukommen.
Der Gesamtpreis über die Mindestdauer gehört neben den Leistungsumfang. Danach folgen Betreuungsfrequenz, Erreichbarkeit, Kündigungsweg und die Frage, was nach Programmende nutzbar bleibt. Bei einer Geld-zurück-Garantie zählen Voraussetzungen, Frist und Nachweisregeln im Wortlaut.
Auch kostenlose Alternativen haben einen Wert. Krankenkassen, DGE und Gesundheitsinformation.de stellen geprüfte Informationen bereit; manche Kassen bezuschussen anerkannte Kurse. Wer persönliche Betreuung benötigt, kann die Qualifikation und mögliche Kostenerstattung vor dem Start klären.
Ein kostenpflichtiges Angebot kann trotzdem passen, wenn seine Form den Alltag erleichtert und die Bedingungen transparent sind. Der Nutzen liegt dann etwa in wiederkehrender Begleitung, passenden Rezepten oder verbindlichen Terminen. Werbung allein zeigt nicht, ob genau diese Leistungen enthalten sind.
Eine Entscheidung ohne Zeitdruck treffen
Vor dem Kauf genügt eine kurze Pause. Zuerst werden die öffentliche Leistungsbeschreibung und die letzte Bestellübersicht getrennt gespeichert. Danach lassen sich offene Punkte per E-Mail an den Anbieter stellen: genaue Programmdauer, Art der Betreuung, Gesamtpreis, Verlängerung, Kündigung und fachliche Qualifikation.
Versprechen werden in messbare Fragen übersetzt. Wie viele Teilnehmende wurden untersucht? Wie lange lief die Nachbeobachtung? Wurde das Ausgangsgewicht berücksichtigt? Wie viele brachen ab? Eine Antwort muss nicht akademisch klingen, sollte aber überprüfbare Angaben liefern.
Der persönliche Test beginnt nicht mit einem Wunschgewicht. Sinnvoller sind ein alltagstauglicher Essensplan, ein Bewegungsziel und ein überschaubarer Beobachtungszeitraum. Der Verlauf kann wie im GutVital-Vier-Wochen-Plan anhand weniger vorab festgelegter Punkte bewertet werden.
Wenn Preis, Vertrag oder Gesundheitsgrenzen unklar bleiben, ist Nichtbestellen eine vollständige Entscheidung. Ein Programm läuft nicht davon, nur weil eine Aktionsseite Dringlichkeit erzeugt.
Fazit
Gesund macht schlank ist ein Berliner Online-Angebot mit frei zugänglichen Rezepten, Ratgeberinhalten, einem Mitgliederbereich und einem öffentlich beworbenen Buch. Die eigenen Seiten versprechen nachhaltige Ernährungsumstellung, Abnehmen ohne Hunger und teils sehr weitgehende Stoffwechseleffekte. Ein programmspezifischer unabhängiger Wirksamkeitsnachweis war auf den geprüften öffentlichen Seiten nicht verlinkt.
Die Grundelemente Ernährung, Gewohnheiten und alltagstaugliche Rezepte können sinnvoll sein. Vor einer Zahlung sollten Leistungsumfang, Qualifikation, Gesamtpreis, Laufzeit und Kündigungsweg schriftlich vorliegen. Einzelne Erfahrungsberichte ersetzen weder diese Vertragsangaben noch vergleichende Studien.
FAQ
Ist Gesund macht schlank kostenlos?
Die Website bietet kostenlose Rezepte und Ratgeber. Das geprüfte Buchangebot bezeichnet das Buch als gratis, nennt aber 4,99 Euro für Herstellung und Versand. Ob in späteren Bestellschritten weitere kostenpflichtige Angebote erscheinen, muss direkt in der aktuellen Bestellübersicht geprüft werden.
Ist Gesund macht schlank eine Ernährungsberatung?
Der Anbieter beschreibt Teammitglieder mit Qualifikationen im Ernährungsbereich und bietet ein Erstgespräch an. Welche individuelle Beratung in einem konkreten Produkt enthalten ist, geht aus allgemeinen Team- und Rezeptseiten nicht vollständig hervor. Leistungsbeschreibung und Qualifikationsnachweise sind vor Vertragsabschluss entscheidend.
Gibt es eine Studie zum konkreten Programm?
Auf den am 7. September 2026 geprüften öffentlichen Seiten war keine programmspezifische wissenschaftliche Studie verlinkt. Allgemeine Forschung zu Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltensprogrammen belegt nicht automatisch die Wirkung dieses einzelnen Angebots.
Muss man für gesundes Abnehmen Sport treiben?
Ein Energiedefizit kann auch ohne Sport zu Gewichtsverlust führen. Bewegung bringt unabhängig davon gesundheitliche Vorteile und unterstützt den Erhalt von Muskelmasse. Ein Programm sollte Aktivität an Belastbarkeit und Alltag anpassen.
Wie erkennt man ein Abo im Bestellprozess?
Direkt vor dem letzten Klick müssen bei einem Abo unter anderem Gesamtpreis, Laufzeit, Verlängerung und Kündigungsbedingungen klar sichtbar sein. Der Button muss die Zahlungspflicht eindeutig benennen. Bestellseite und Bestätigung sollten gespeichert werden.
Was tun bei einer unerwarteten Abbuchung?
Bestellbestätigung, Konto beim Zahlungsdienstleister und Vertragsunterlagen prüfen und den Anbieter schriftlich um Erklärung bitten. Eine Verbraucherzentrale kann den konkreten Vertrag beurteilen. Bank oder Zahlungsdienstleister informieren über Fristen bei möglicherweise unautorisierten Zahlungen.
Sind „Mach dich schlank Rezepte“ oder Schlankbooster nötig?
Kein bestimmtes Rezept ist für eine Gewichtsabnahme erforderlich. Mahlzeiten können helfen, wenn Portionsgröße, Nährstoffversorgung und der übrige Tag passen. Bezeichnungen wie Schlankbooster oder Fettverbrenner sind ohne belastbare Vergleichsdaten Werbesprache.
